April, April

April, April

Der Scherze machen am 1.April hat seit Jahrhunderten Tradition- und das nicht nur in Österreich. Doch woher kommt der Aprilscherz eigentlich?

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch am 1.April, bei dem man durch erfundene Geschichten seine Mitmenschen sprichwörtlich „zum Narren“ hält. Fällt man auf diese Scherze herein, folgen dann die Worte:“ April, April“- man wurde sprichwörtlich „in den April geschickt.“.      Wenn wir uns die Tradition zum 1.April ansehen, dann stoßen wir schnell darauf, dass die Tradition unter anderem auch in Italien als „pesce d´aprile“ (April-Fisch) oder in Nordamerika als „april fool“ (Aprilnarr) gelebt wird. Woher diese Tradition genau stammt, da scheiden sich aber die Geister. 

Geschichtlich betrachtet scheint bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts schriftlich die Redensart „in den April schicken“ auf. Wohingegen der in der heutigen Zeit gebräuchlichere Begriff des „Aprilscherzes“ erst im späteren 19. Jahrhundert aufscheint.

Diese beliebte Tradition der Aprilscherze, hat viele verschiedene Ursprungsdeutungen:

  • Für viele findet der Aprilscherz seinen Ursprung im Jahreszeitenkreislauf. Da das wechselhafte Aprilwetter („April, April, der tut was er will“) uns des Öfteren zum Narren hält, wird dies als Ausgangspunkt des Aprilscherzes angeführt.  
  • Es könnte sich auch um Reste eines Frühlingsbrauches handeln. Dabei steht der „Aprilnarr“ für den Winter, der sich machtlos dem Frühlingsanfang entgegensteht. 
  • Weitere Deutungen sind religiösen Ursprungs. Bei den frühen Christen galt der 1.April als Unglückstag. Je nach Überlieferung soll Judas an diesem tag geboren oder gestorben sein. Des Weiteren soll am 1. April der sogenannte Engelssturz, bei dem Luzifer und seine Engel aus dem Himmel gestoßen wurden, stattgefunden haben. Man glaubte, dass an diesem Tag der Teufel besonders viele Seelen fängt und wer am 1. April sich bewusst zum Narren machte, war gefreit vor dem Teufel.  
  • Auch die Theorie, dass die Aprilscherze mit der Kalenderreform des französischen Königs Karl IX zu tun haben, ist weit verbreitet. Im 16. Jahrhundert wurde das neue Jahr vom 1.April auf den 1. Januar verlegt. Im 16. Jahrhundert wussten diese Verlegung viele Menschen nicht und wurden, da sie wie gewohnt am 1.April feierten, als Aprilnarren ausgelacht. 

Woher auch immer dieser Brauch seinen Ursprung fand, wir alle finden doch Gefallen daran, jemanden liebevoll am 1. April hereinzulegen. Schreibt uns euren lustigsten Aprilscherz oder schickt uns ein Foto an: office@magazin-blickwinkel.at

Der Aprilscherz-Gewinner wird dann mit seiner Geschichte/seinem Foto in der nächsten Ausgabe von Blickwinkel vorgestellt. In diesem Sinne: „April, April“